Wir wollen keinen Hochleistungssport für Kinder, sondern eine altersgemäße Förderung von Körper- und Persönlichkeitsbildung. Kindertraining ist kein reduziertes Erwachsenentraining. Unser Trainer ist selbst Vater von zwei Kindern. Er hat in Köln Sport studiert und ist vom Deutschen Karate Verband und vom Deutschen Olympischen Sportbund als Karate-Lehrer lizensiert. Zudem arbeitet er als Lehrer im Schuldienst und hat über 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Ihr Nachwuchs ist bei uns in guten Händen!

Bei uns gibt es kein anonymes Gruppentraining, jedes Kind wird individuell und behutsam gefördert. Karate ist für die Menschen da - nicht umgekehrt. Niemand soll überfordert werden. Wer keine Freude am Training hat, wird nicht lange dabei bleiben. Kinder-Karate bedeutet aber auch nicht Spielen anstatt Karate. Karate ist eine Kampfsportart, wir lernen Aggressionen - die eigene und die des Gegners - zu beherrschen. Das erfordert, auch von den Kindern, eine gewisse Härte sich selbst gegenüber. In einer Zeit zunehmender körperlicher Inaktivität darf Training auch schon mal anstrengend sein. Was Kinder schon alles leisten können, zeigen die beiden folgenden Clips:

 

KATA

KUMITE

 

Wir wollen keine kleinen Schläger! Karate lernen bedeutet auch, sich höflich, loyal, zurückhaltend und friedfertig zu verhalten. Es ist immer besser, Gewalt aus dem Weg zu gehen. Das Ziel der Kriegskunst ist es nach Chokotu KIYAN, "Gewalttätigkeit zu verhindern, Bescheidenheit zu fördern und Selbstverteidigung zu erlernen. ... Es gibt ein kluges altes Sprichwort, das es wert ist, sich daran zu erinnern: Eine geballte Faust sollte wie ein im Ärmel versteckter Schatz sein; sie bleibt ein Geheimnis, bis jemand kommt, der danach sucht.“

Wenn aber jemand danach sucht, muss Karate auch funktionieren. Wir haben den Anspruch, auch mit Kindern und Jugendlichen nicht übertrieben hart, aber realitätsnah zu trainieren. Kämpfen-können kommt von Kampfen-üben! Wer sich wehren können will, braucht im Training die Konfrontation mit einem Gegner. Anstatt schwerpunktmäßig Formen (Kata) zu üben, arbeiten wir daher von Anfang an mit einem Partner. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern gibt auch das nötige Selbstvertrauen, um sich in seiner Altersstufe durchzusetzen.

Bei Kindern ist nicht nur aufgrund der körperlichen Voraussetzungen eine Konfrontation mit Erwachsenen unbedingt zu vermeiden. Ein realistisches Training der Selbstverteidigung bedeutet in dieser Altersstufe auch das Üben richtiger Verhaltensweisen, damit es gar nicht erst zu brennzligen Situationen kommen kann (Selbstbehauptung). Das Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung der Kreispolizeibehörde Viersen weist zu Recht darauf hin, dass keine Selbstverteidigungstechnik der Welt geeignet ist, um Kinder vor gewaltsamen Übergriffen Erwachsener zuverlässig zu schützen. Es ist uns bekannt, dass manche Kampfsportschulen das behaupten. Derartige Versprechen sind jedoch absolut unseriös, zumal statistisch gesehen die meisten Täter aus dem engeren privaten oder gar familiären Umfeld stammen. Man kann Kindern aber schon sehr frühzeitig beibringen, sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Man kann ihnen zeigen, wie sie sich verhalten müssen, um kein Opfer zu werden. Das ist weniger eine Frage der körperlichen, als der inneren Stärke. Wir arbeiten kontinuierlich an diesem Prozeß. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus sinnvoll und erwünscht.

 


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